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Immobilienkauf

Der Kauf einer Immobilie ist für viele Menschen ein großes Projekt, und der Kaufvertrag ist einer der wichtigsten Aspekte. Es lohnt sich deshalb, dem Kaufvertrag größte Aufmerksamkeit zu schenken und jede Unklarheit - notfalls durch Rückfrage bei Anwalt oder Notar - aufzuklären. Grundsätzlich gilt, dass alle Vereinbarungen, die im Zusammenhang mit dem Erwerb einer Immobilie stehen, der notariellen Beurkundung bedürfen. Achten Sie deshalb darauf, dass alle für Sie wichtigen Punkte in der notariellen Urkunde über den Kaufvertrag enthalten sind. Hat Ihnen der Verkäufer eine besondere Zusicherung gegeben? Ist ein Nachlass auf den Kaufpreis oder eine Ratenzahlung vereinbart worden? Alle diese Vereinbarungen müssen sich in der notariellen Urkunde wiederfinden, weil sie ansonsten rechtlich nicht bindend und damit hinfällig sind.

Der Kaufvertrag

Jeder Immobilienkaufvertrag enthält Angaben zum Kaufgegenstand und zum Kaufpreis. Diese Angaben sollten Sie genauestens prüfen (lassen). Ist das Grundstück in der Urkunde richtig bezeichnet? Ist die Eigentumswohnung in der Wohnanlage korrekt bezeichnet und sind insbesondere alle Nebenflächen (Stellplatz, Gartenflächen) vollständig erfasst? Haben Sie Anzahlungen für die Immobilie geleistet und wurden diese korrekt im Kaufvertrag aufgelistet? Für die Berechnung der Grunderwerbsteuer empfiehlt es sich festzuhalten, welcher Teil des Kaufpreises für Grund und Boden, welcher für die Immobilie selbst und welche Teile des Kaufpreises für Einrichtungsgegenstände (Einbauküche) oder Umbauarbeiten gezahlt werden.

Besonderheiten gelten beim Kauf einer gebrauchten Immobilie bzw. beim Erwerb einer noch nicht fertiggestellten Wohnung.

Beurkundung des Kaufvertrages

Ein Kaufvertrag über eine Immobilie bedarf der notariellen Beurkundung. Ohne Beurkundung ist der Kaufvertrag nichtig, also rechtlich nicht existent. Die Beurkundung wird von einem Notar vorgenommen, der die Beurkundung im Interesse beider Parteien durchführt und beide Parteien neutral über die rechtliche Tragweite (aber nicht die wirtschaftlichen Konsequenzen) des Kaufvertrages aufzuklären und zu belehren hat. Unabhängig von der Frage, welche Partei den Notar ausgesucht hat, ist der Notar neutral und beiden Parteien gegenüber verpflichtet, alle rechtlichen Fragen im Zusammenhang mit der Beurkundung zu beantworten. Davon sollten sie Gebrauch machen und alle Ihre Fragen mit dem Notar ausführlich erörtern.

Die Kosten der Beurkundung sind gesetzlich vorgegeben und richten sich nach dem Verkehrswert der Immobilie. Wer die Kosten zu tragen hat, wird zwischen den Parteien im Kaufvertrag vereinbart. Üblicherweise sind die Beurkundungskosten durch den Käufer zu tragen. Die Beurkundungskosten entstehen mit dem Beginn der Beurkundung, also dem Moment in dem der Notar die Anwesenheit der beteiligten Parteien feststellt und mit dem Verlesen der Urkunde über den Kaufvertrag beginnt. Sie sollten sich daher bei den Vertragsverhandlungen zu keinem Zeitpunkt mit dem Argument unter Druck setzen lassen, dass Kosten für den Notar bereits angefallen seien. Im Gegenteil, versucht der Verkäufer mit diesem Argument auf Sie Druck auszuüben, ist besondere Vorsicht geboten, und Sie sollten sich überlegen, ob Sie das Geschäft überhaupt abschließen.