Unser Angebot

Versicherungsschutz - lieber elementar als rundum

Der Mensch neigt dazu, Risiken die ihm aus eigener Erfahrung bewußt sind, höher zu bewerten als andere Risiken, die er nur abstrakt kennt. Darauf ist wohl die verbreitete Unsitte zurückzuführen, dass elektronische Geräte wie Mobiltelefone und Laptops gegen Verlust und Beschädigung versichert werden, obwohl beim Verlust nur ein vergleichsweise geringer Schaden droht, während elementare Risiken unversichert bleiben.

Tatsächlich ist für ein Risiko entscheidend, wie groß dessen Eintrittswahrscheinlichkeit ist und welcher Schaden droht, wenn sich das Risiko verwirklicht. Beide Faktoren werden regelmäßig unterschätzt. Allein die Teilnahme am Straßenverkehr stellt ein permanentes Risiko dar. Wer regelmäßig mit dem Auto pendelt, unterliegt einer nicht zu vernachlässigenden Eintrittswahrscheinlichkeit eines Verkehrsunfalls. Gleichzeitig können die Folgen eines Verkehrsunfalls - Tod, schwere oder schwerste Verletzungen - zu einem gewaltigen Schaden führen. Wer als alleinverdienender Familienvater in jungen Jahren stirbt oder invalide wird, verursacht bei den zu versorgenden Familienangehörigen einen zigfachen Verlust seines Jahreseinkommens.

Jeder Haushalt sollte deshalb gegen Berufsunfähigkeit und Tod abgesichert sein. Das gilt erst recht für alle, die sich gemeinsam in finanzielle Wagnisse wie z.B. den Kauf oder Bau einer Immobilie stürzen.

Risikolebensversicherung

Eine Risikolebensversicherung dient der finanziellen Absicherung der Angehörigen für den Fall, dass der Versicherte stirbt. Sie ist strikt von einer Lebensversicherung zu unterscheiden. Eine Lebensversicherung dient dem Vermögensaufbau des Versicherten, indem dessen Beiträge durch die Versicherung angelegt und zu einem vorher vereinbarten Zeitpunkt an diesen entweder als Einmalzahlung oder in monatlichen Abschlägen ausbezahlt wird. Eine Risikolebensversicherung zahlt dagegen nur, wenn der Versicherte während der Laufzeit der Versicherung stirbt.

Risikolebensversicherungen sind auch über höhere Todesfallsummen zu vergleichsweise geringen monatlichen Beiträgen zu haben. So bieten Direktversicherungen Risikolebensversicherungen über ca. 500.000 EUR für monatliche Beiträge von ca. 30 EUR. Eine solche Police ist die erste Wahl, um Angehörige vor den finanziellen Folgen des Alleinverdieners abzusichern.

Berufunfähigkeitsversicherung

Eine Berufsunfähigkeitsversicherung ist für jeden Berufstätigen unverzichtbar. Sie zahlt an den Versicherten bei Invalidität gleich welcher Ursache eine zuvor festgelegte monatliche Rate bis zum 60. oder 65. Lebensjahr, die diesem als Ersatz für das weggefallene Einkommen dient.

Eine Unfallversicherung ist dagegen bei Berufsunfähigkeit kein vergleichbarer Ersatz. Zum einen gewähren Unfallversicherungen Einmalzahlungen und keine fortlaufenden Zahlungen. Außerdem leisten Unfallversicherungen bestimmungsgemäß nur bei einem Unfall. Berufsunfähigkeit tritt aber nicht in erster Linie wegen Unfällen ein, sondern beruht vor allem auf Krankheiten. Wer z.B. an Krebs erkrankt, wird auch bei einer in vielen Fällen möglichen Heilung während der oft jahrelangen Therapie nicht in der Lage sein, seinem Beruf nachzugehen. Auch plötzlich auftretende psychische Erkrankungen können zu einer teilweisen oder vollständigen Berufsunfähigkeit führen.

Bei der Festsetzung der Höhe der monatlichen Leistungen durch die Berufsunfähigkeitsversicherung sollte der Versicherte nicht zu niedrig planen. Es ist zu bedenken, dass der Bedarf eines Berufsunfähigen höher liegen wird als der eines gesunden Menschen. Hinzu kommt, dass Berufsunfähigkeitsversicherungen nur bis zum Eintritt ins Rentenalter zahlen. Prinzipiell muss der Versicherte also aus den monatlichen Leistungen auch für das Alter vorsorgen, da er mangels Arbeitseinkommens keine Ansprüche aus der gesetzlichen Rentenversicherung erwirbt. Die Leistung sollte daher die notwendigen monatlichen Ausgaben einschließlich eines nicht zu knapp bemessenen Zuschlages umfassen, und bei Veränderung der Lebensverhältnisse (Hochzeit, Geburt von Kindern) angepaßt werden.

Keine Kobinationsprodukte

Versicherungen bieten eine Vielzahl von Produkten an, die eine Risikolebensversicherung mit anderen Policen wie z.B. Schutz gegen Berufsunfähigkeit verbinden. Es ist ratsam, keine solchen Kombinationsangebote abzuschließen. Die Kostenvorteile eines Kombinationsproduktes sind oft nur marginal, wenn überhaupt vorhanden. Entscheidender sind die Nachteile eines Kombinationsproduktes: Wer die vergleichsweise erheblich höheren Raten für die Berufsunfähigkeitsversicherung nicht zahlen kann, genießt bei einem Kombinationsprodukt auch keinen Todesfallschutz aus der Risikolebensversicherung mehr. Dieses Risiko besteht bei getrennten Verträgen nicht.